Der Heilige Kalvarienberg (Sacro Monte Calvario) von Domodossola liegt am Eingang des Ossolatals, zwischen dem Ort und den umliegenden Gipfeln, wie eine ideale Brücke zwischen Stadt und Berg, zwischen Materie und Kontemplation. Der Anstieg zum heiligen Komplex folgt einem alten Maultierpfad, mitten in dichter und sich verändernder Vegetation, die die Schritte des Besuchers auf natürliche Weise begleitet.
Der Weg ist von fünfzehn Kapellen gesäumt, die die Passion Christi auf dramatische und spirituell wachsende Art erzählen. Aber was besonders beeindruckt, ist nicht nur die Intensität der Szenen, sondern auch die tiefe Beziehung zwischen dem Weg und der Landschaft. Jede Kapelle lädt dazu ein, eine Pause zu machen und sich umzuschauen: die Baumwipfel, die plötzlichen Lichtungen, die Konturen der Lepontinischen Alpen, die sich mit dem Anstieg öffnen.
Der heilige Berg ist integraler Teil des Naturparks des Sacro Monte Calvario und er ist dadurch nicht nur ein Ort der Andacht, sondern auch ein Umfeld von Biodiversität, durchzogen von Naturwegen, Aussichtspunkten und kleinen Lebensräumen, welche von den Facetten des Berges erzählen. Oben angekommen, öffnet sich der alte, schlichte Komplex der Rosminianer mit einem klaren Blick über das Tal. Es gibt keine Hektik, keinen Lärm: nur eine Luftqualität, die zum Halt einlädt und ein Gefühl der Tiefe, welches nicht aus der Vertikalität, sondern aus der Kontinuität zwischen dem, was man sieht und was man hört, entsteht.
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