Kirche San Giorgio

Im Herzen des oberen Canavese befindet sich die Kirche San Giorgio in Valperga mit einem wertvollen Fragment mittelalterlicher Kunst und Spiritualität. Die Kirche wurde um das 11. Jahrhundert neben der Burg des Grafen von Valperga gebaut und war am Anfang eine private Kapelle der Adelsfamilie und gleichzeitig die Pfarrkirche des darunterliegenden Ortes.   Die ersten Dokumente stammen aus dem Jahr 1150.

Außen befindet sich ein majestätischer romanischer Glockenturm aus Stein, der mit ein- und zweispitzigen Fenstern und Details im Marmor dekoriert ist und so machtvoll seine Besucher empfängt.

Die Architektur der Kirche zeigt romanische und gotische Elemente, Ergebnis der Erneuerung und Erweiterung zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert: Seitenschiffe, die Sakristei und Terrakottaverzierungen um die Fenster wurden hinzugefügt. Die aktuelle Fassade stammt aus dem 18. Jahrhundert.

Der wahre Schatz dieses Ortes sind aber die Fresken aus dem 15. Jahrhundert. Sie stammen von Künstlern wie Pietro de Scotis und dem sogenannten “Meister von Borgiallo”, mit Einflüssen aus der französisch-flämischen, lombardischen und provenzalischen Kunst.

Zu den Szenen zählen die Passion Christi (datiert 1462), Episoden aus dem Leben Jesu, die Madonna auf dem Thron mit Heiligen und Stiftern und die Wunder des Heiligen Michele. Es gibt auch einige Fresken außerhalb, wie die Anbetung der Heiligen drei Könige, welche später der Sakristei hinzugefügt wurden.

Während der Pest im 17. Jahrhundert wurde die Kirche als Lazerett benutzt und die Fresken wurden aus hygienischen Gründen mit Kalk bedeckt. Dies hat unbeabsichtigt zu deren Erhaltung beigetragen. Die Fresken wurden 1930 wiederentdeckt und erstmals zwischen 1937 und 1939 restauriert, dann erneut zwischen 2000 und 2007 Dank des Einsatzes des Vereins “Amici di San Giorgio”. Heute ist die Kirche auch ein kulturelles Zentrum: Ehrenamtliche organisieren Führungen, Konzerte klassischer Musik und Veranstaltungen, um den Ort aufzuwerten und den Geist dieses Ortes lebendig zu erhalten.

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