Villa Carlotta

Am westlichen Ufer des Comer Sees, in der Gemeinde Tremezzina, befindet sich die Villa Carlotta, bekannt für ihre Kunstsammlungen und den umliegenden großen botanischen Garten.  

1690 auf Wunsch des Markgrafen Giorgio II Clerici, Präsident des Senats von Mailand, erbaut und anfangs als Villa Clerici bekannt. 1801 von Gian Battista Sommariva, Präsident des Regierungskomitees der Cisalpinischen Republik und leidenschaftlicher Kunstsammler erworben, welcher die Innenräume umbaute, um seine Sammlung von Werken zu beherbergen.

Im Jahr 1843 ging das Anwesen an Prinzessin Marianne von Oranien-Nassau, die Gemahlin von Prinz Albert von Preußen, über, die es 1847 anlässlich der Hochzeit ihrer Tochter Charlotte mit Georg II., Großherzog von Sachsen-Meiningen,  vermachte. Daher trägt die Villa ihren Namen.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Villa vom Staat erworben und 1927 der Stiftung  Ente Morale Villa Carlotta übergeben, die sie bis heute verwaltet.

Die Villa vereint die Faszination der Kunst mit der Natur.  Das Gebäude, ein architektonisches Juwel des 18. Jahrhunderts verbindet neoklassizistische und barocke Elemente. Im Inneren befindet sich eine Kunstsammlung mit Werken von Canova, Thorvaldsen, Hayez, Tadolini und Wicar, ausgestellt in Räumen, welche die Atmosphäre der vergangenen Epochen bewahren.

Der botanische Garten, das wahre Schmuckstück des Komplexes, erstreckt sich über sieben Hektar. Er bietet stimmungsvolle Ausblicke auf den See und die Berge und ist in Themenbereiche unterteilt: von Zitruspergolen bis zu Kamelien, von Azaleen bis zu Rhododendren, von tropischen Pflanzen bis zu Zedern, bis hin zum Bambusgarten und jahrhundertealten Nadelbäumen. Im Frühjahr, während der Blütezeit der Azaleen und Rhododendren färben diese die Wege und machen den Spaziergang besonders schön.

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