Solange ich hier wohne, kann ich mich nicht beklagen, aber jetzt, wo auch mein Christopher eine bescheidene Unterkunft in Orta gefunden hat, kann ich sagen, dass ich eine zufriedene Frau bin. Am 15. Juni schenkte uns die Gemeinde ein schönes Federbett, eine Wolldecke, einen Tisch, etwas Geschirr und einen Kerzenständer. Sie sagen, dass sie uns bald ein Haus auf dem Platz bauen werden. Ah. die Güte Gottes hat uns endlich eine kleine Atempause verschafft! Und wenn man an die dunklen Tage in Mailand denkt, als der arme Cristoforo sogar riskierte, ins Gefängnis zu kommen, während er für die heilige Fabbrica del Duomo arbeitete. Und nun wird er an der Riviera als Adliger empfangen und modelliert in Martellis kleinem Tempel Statuen wie ein moderner Phidias. Welch wunderbare Dinge gehen aus den Händen meines Cristoforo hervor: seht euch diese wunderbaren Engel an, die lebendig und real zu sein scheinen… ihnen fehlt nur die Sprache. Und das ist, um ehrlich zu sein, nicht nur sein Verdienst. Eine große Anzahl von Dienern hilft ihm, die Arbeitslast abzunehmen. Denn es sind nicht nur die Gesichter und Hände, die modelliert werden müssen, was Christopher mit großem Geschick zu tun pflegt. Es ist auch notwendig, die Erde zu schlagen, die Formen zu entwerfen, den Ofen vorzubereiten und sie in den Ofen zu schieben. Und dann müssen die Teile zusammengefügt und montiert werden. Mein armer Christoforo könnte das niemals allein schaffen!