In Ossuccio, wie in vielen anderen Sacri Monti, sind die Statuen nur an den sichtbaren Stellen fertiggestellt und bemalt. Wie bei einer Theaterinszenierung, bei der das Publikum nur die Hinterbühne (und nicht das “Behind the Scenes”) sehen kann, kam es vor allem auf den Blickwinkel des Zuschauers an: wo das Auge nicht hinsieht, sind die Statuen nicht fertig.
Für die Künstler wäre es eine kostspielige und nutzlose Arbeit gewesen, die Skulpturen auch auf der Rückseite zu modellieren und zu bemalen, da die Pilger nicht zwischen den Statuen hindurchgehen konnten und die Szene nur von außen und aus einer einzigen, hauptsächlich frontalen Perspektive sahen.